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9. Februar 2026

Selbst.verständlich: Kommunikation verstehen, Selbstständigkeit ermöglichen

Julia Kruselburger
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Abby, Gundula und Stella nutzen den Talker gemeinsam im Alltag © Samuel Kuro

Viele UK-Nutzer:innen können mit ihrem Talker klar ausdrücken, was sie wollen, stoßen aber an Grenzen, sobald es darum geht, digitale Handlungen selbst auszuführen. Genau hier setzt unser Forschunsprojekt "Selbst.verständlich" an.

Unser Forschungsprojekt: Kommunikation verstehen, Selbstständigkeit ermöglichen

“Ich frage Papa mit dem Talker: “Wie wird das Wetter?” Und dann schaut Papa in der Wetter-App nach. Doch warum brauche ich hierfür eigentlich Papa? Ich möchte die Wetter-App doch selbstständig ansteuern können.”
Viele Menschen, die Unterstützte Kommunikation (UK) nutzen, kennen solche Situationen. Der Talker funktioniert, im Gespräch. Wünsche, Fragen und Entscheidungen können ausgedrückt werden. Doch sobald es darum geht, digitale Handlungen anzustoßen, endet die Selbstständigkeit oft abrupt. Ob das Wetter abfragen, einen Termin planen, Musik starten oder etwas online nachsehen: Die Kommunikation läuft über den Talker, die Handlung übernimmt fast immer eine andere Person.

Genau hier setzt unser neues Forschungsprojekt an. Wir wollen verstehen, in welchen Alltagssituationen Menschen Unterstützte Kommunikation nutzen, um eigentlich eine digitale Handlung auszulösen, und wann sie daran scheitern, weil die passenden technischen Schnittstellen fehlen. Nicht, weil die Intention unklar ist. Sondern weil unsere digitalen Systeme bislang nicht darauf ausgelegt sind, UK-basierte Kommunikation direkt in Handlungen zu übersetzen.

Forschung mit der Community, nicht über sie

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist eine ethnografische Studie. Das bedeutet: Wir begleiten UK-Nutzer:innen in ihrem Alltag und schauen genau hin. Nicht im Labor, sondern dort, wo Kommunikation tatsächlich passiert. Die Forschung entsteht im Co-Design mit UK-Nutzer:innen, mit Angehörigen und Betreuungspersonen, mit Fachkräften aus Unterstützter Kommunikation, Linguistik und Technologie.

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Julia Kruselburger Julia Kruselburger
Julia studiert Biomedical Engineering an der TU Wien und hat sich im Zuge des Studiums mit Assistiven Technologien beschäftigt. Zudem hat sie selbst an zahlreichen inklusiven Sommercamps teilgenommen.

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